AZ-DWV IG Spangle Club Information

 

 

 

Die Besonderheiten der Spangle

in Europäisch- und Australisch Gelbgesicht

 

 

Der Spangle trat erstmalig 1980 in Europa auf. Es waren kleine Vögel, mit kleiner Feder aber mit sehr intensiver Farbe und Zeichnung. Herausragend waren damals schon die Spangle mit Australischem Gelbgesicht. Der Vorteil des Australischen Gelbgesichtes liegt in der doppelten Intensität der gelben Farbe gegenüber dem Spangle in Europäisch Gelbgesicht.

 

Anfänglich waren die Spangle in Australisch Gelbgesicht sehr beliebt, bis die Züchter die Problematik beim Spangle Australisch Gelbgesicht einfaktorig bemerkten (die Blau- und Graureihe ist so von intensivem Gelb überhaucht, daß sie wie Grüne bzw. wie Graugrüne aussehen) und davon wieder abkamen. Einfacher war dagegen die Einkreuzung des Europäischen Gelbgesicht in die Spangle weil die Körperfarbe immer noch zu erkennen ist.

 

Durch die Aufteilung der Gelbgesichter in die DWV-Schauklasse 12 erfuhren die Gelbge-sichtsmutationen eine enorme Aufwertung.  Der dadurch gegebene Anreiz, Gelbgesichter zu züchten wirkte sich positiv auf die Nachzucht von gelbgesichtigen Spangle aus, sowohl in Europäisch, als auch in Australisch Gelbgesicht.

 

Plötzlich merkten die Züchter von gelbgesichtigen Spangle, dass eine wesentliche Verbesserung der Spanglezeichnung auftrat. Dies zeigte sich deutlich bei dem besten Spangle auf dem Europachampionat 1994 in Karlsruhe bei dem eine Europäisch gelbgesichtige graue Spangle-Henne von Ralph Jenne und bei der AZ-Bundesschau 1994 in Kassel ebenfalls eine Europäisch gelbgesichtige graue Spangle-Henne von Günter Kupzyk jeweils bester Spangle wurden. Weiterhin wurde ein 1,0 Spangle Europäisch Gelbgesicht Hellblau von Bernd Grunke bester Jungvogel GG auf der AZ-Landesschau Niederrhein-Grenzland und Gruppensieger Spangle Hellblau bei der AZ-Bundesschau 1994 in Kassel.

 

Dies zeigt sich deutlich, dass ein Spangle Gelbgesicht in der Blau- und Graureihe größere Siegchancen hat als weißgesichtige. Der Vorteil liegt eindeutig in der Kombination der gelben Fettfarbe mit dem Melanin der Flügelzeichnung. Dabei spielt es keine Rolle ob der Spangle in Normal, Zimt, Zimtopalin oder Opalin ist. Aufgehellte Spanglezeichnung in Zimt und Zimtopalin erfahren dadurch auch eine Verstärkung in der Zeichnung.

 

Bei der Endausscheidung von 2 gleichwertigen Spangle kann der gelbgesichtige auf Grund des Farbkontrastes gegenüber dem weißgesichtigen Spangle Vorteile haben. Dies gilt selbstverständlich auch für Spangle doppelfaktorig in weiß Gelbgesicht.

 

Bei Einkreuzung von gelbgesichtigen Spangle Europäisch oder Australisch in die Grünreihe, haben die grünreihigen Nachzuchten eine intensivere gelbe Gesichtsfarbe und eine intensivere grüne Körperfarbe.

 

Durch das Einkreuzen von Europäischen und Australischen Gelbgesichter in die Spangle ergeben sich folgende Nachzuchten:

 

 

25 % Spangle Gelbgesicht

25 % Weißgesicht

25 % Normalvögel Gelbgesicht

25 % Normalvögel Weißgesicht

 

 

Daraus ergeben sich für die Nachzuchten folgende Möglichkeiten der Schaubeschickung nach dem AZ-DWV-Schauklassenschlüssel:

 

 

Schauklasse 1 = Normalvögel Weißgesicht

Schauklasse 9 = Zimt Weißgesicht

Schauklasse 10 = Zimtopalin Weißgesicht

Schauklasse 11 = Opalin Weißgesicht

Schauklasse 12 = Gelbgesicht in Normal, Zimt, Zimtopalin und Opalin

Schauklasse 13 = DF Spangle Weiss und Weiss Gelbgesicht

Schauklasse 17 = Spangle Weiss- und Gelbgesicht

 

 

In einzelne Schauklassen aufgeteilt ergibt dies folgendes Ergebnis:

 

 

2, 4, 5/2, 5/4, 5/5

9/2, 9/4, 9/5

10/2, 10/4, 10/5

11/2, 11/4, 11/5/2, 11/5/4, 11/5/5

12/1, 12/2, 12/3, 12/4

13/2

17/2, 17/4, 17/5

 

 

Dies bedeutet die Beschickung von mindestens 24 möglichen Schauklassen. Bei Aufteilung innerhalb der Dunkelfarben (bei mindestens 7 Vögel) sogar 30 verschiedene Möglichkeiten.

 

 

Verfasser:

Marc Phillipps (AZ 24653), Sprecher AZ-DWV IG Spangle Club

Überarbeitet (Schauklassen) 2005