AZ-DWV IG Spangle Club Information

 

 

Die Geschichte des Spangle in Deutschland

 

 

Es war in Australien, bei einem Wellensittichzüchter in Taralgon (Viktoria) als der erste Spangle durch die Verpaarung von einem Dominanten Schecken mit einer schwarzäugigen weißen Henne, das Licht der Welt erblickte.

 

Dieser Erstzüchter verkaufte seinen Vogelstamm an einen ebenfalls in Australien ansässigen Züchter namens Jones welcher die Zucht von Spangles festigte. Dies war 1974. Der Spangle wurde damals so beschrieben: Ausgeprägte dunkle Bänderung auf den Flügeln mit einem prächtigen Farbkontrast und anderen Kehltupfen als der Normalvogel.

 

Im Jahr 1981 kamen die ersten Spangle über den schweizer Christen nach Deutschland in die Hände von Reinhard Molkentin (06252) und von Jo Mannes (04139). Beide stellten fest, dass der Spangle dominant vererbt. Beide verpaarten die Spangle mit ihren besten Vögel und haben durch konsequente Selektierung den Spangle zu dem gemacht was er heute ist. Ein absoluter Erfolgsvogel. Für den Spangle ein absoluter Glücksfall, dass er in deren beide Hände kam. Mittlerweile hat der Spangle einen weltweiten Siegeszug erfahren.

 

Die Besonderheit des Spangle ist seine Federfärbung auf dem Flügel. Die dunkle Pigmentierung ist umgekehrt im Vergleich zum Normalvogel d. h. der Rand der Feder ist beim Spangle schwarz, beim Normalvogel dagegen gelb oder weiß (je nach Farbe). Die Kehltupfen des Spangle sind innen gelb oder weiß (je nach Farbe), außen haben sie eine schwarze Säumung. Die Schwanzfedern sind gelb oder weiß (je nach Farbe) und haben ebenfalls eine schwarze Säumung. In Fachkreisen bezeichnet man diesen Spangle als einfaktorig. Es gibt ihn auch als normalgezeichneten Spangle, als Zimter, als Zimtopalin, als Opalin, als Gelbgesicht und auch als doppelfaktoriger Spangle. Dieser tritt auf bei der Verpaarung von Spangle EF x Spangle EF. Sie sind entweder gelb oder weiß. Der einfaktorige Spangle muß auf jeden Fall an seiner äußeren Erscheinung als Spangle erkennbar sein.

 

Der einfaktorige Spangle ist bereits im Nest an seiner rosa bis hellrötlichen Hautfarbe gut zu erkennen.

 

Da der Spangle dominant vererbt, ergeben sich folgende Resultate in der Zucht. Hier einige Bespiele:

 

Spangle EF x Normalvogel = 50 % Spangle EF, 50 % Normalvogel

Spangle EF x Spangle EF = 50 % Spangle EF, 25 % Spangle DF, 25 % Normalvogel

Spangle EF x Spangle DF = 50 % Spangle EF, 50 % Spangle DF

Spangle DF x Normalvogel = 100 % Spangle EF

Spangle DF x Spangle DF = 100 % Spangle DF

 

Mittlerweile sind die Spangle nicht mehr wegzudenken. Auf den großen Schauen in Deutschland wie z.B. der AZ-Bundesschau sind bereits über 1000 Spangle in verschiedenen Farben zu sehen. Auch unter den Schausiegern sind in den letzten Jahren immer öfters die Spangle vertreten.

 

Verfasser:

Marc Phillipps, Sprecher AZ-DWV IG Spangle Club