AZ-DWV IG Spangle Club Information

 

 

AZ-DWV IG Spangle Club - wie ich dazu kam

Hier ein kurzer Bericht aus dem Jahre 1989

 

Warum ich in dieser Interessengemeinschaft mitarbeite?

 

Im Jahre 1964 kam ich zum ersten Male mit Wellensittichen in Kontakt. 1966 begann ich mit der Zucht von „Hansi-Bubis“,und einige Jahre später bekam ich von einem bekannten Schauwellensittichzüchter einige Vögel und begann ab dieser Zeit mit der Zucht von Schauwellensittichen.

 

Die Hellflügel hatten es mir aufgrund ihrer optischen Erscheinung angetan. Bedingt durch berufliche Tätigkeiten mußte ich mich von sämtlichen Vögeln im Jahre 1978 trennen. 1985 allerdings hat mich das „Wellensittich-Fieber“ wieder erwischt, und somit fing ich wieder an, Schauwellensittiche zu züchten.

 

Durch einen Zufall entdeckte ich einen für mich neuen Farbschlag mit der Bezeichnung „Spangle“. Diese Vögel, bedingt durch die dunkle Flügelsäumung, imponierten mir noch mehr als die Hellflügel. Somit war ich nun Züchter von „Spangle“. Gewisse Zeit hat es natürlich gedauert, bis ich mit der (dominanten) Vererbung dieser Vögel klargekommen bin.

 

Meine ersten Spangle stellte ich 1987 auf der Bundesschau in Nürnberg aus. Das Ergebnis war eine Goldmedaille. Ein anderer Spangle wurde, bedingt durch die nicht volle Schauklasse, nur „Klassensieger“. Diese, wenn auch nur kleinen Erfolge, setzten sich fort. So stellte ich auf verschiedenen Schauen, z.B. Ortsschauen, Landesschauen, Europaschauen und Bundesschauen, diverse Klassen- und Gruppensieger bei den Spangle. Bedingt durch diesen „Spangle-Virus“ habe ich mich schließlich 1987 dazu entschlossen, bei der Interessengemeinschaft Spangle mitzuarbeiten.

 

Zu Beginn des letzten Jahres verpaarte ich einen 1,0 normal Hellblau mit 0,1 Spangle Dunkelblau. Bei der Henne legte ich großen Wert auf gute Spangle-Zeichnung. Leider brachte mir diese Verpaarung nur einen einzigen Vogel. Es war ein 1,0 Spangle Hellblau. Dieses Jahr habe ich nun auf der Spangleschau in Krefeld zum ersten Mal ausgestellt. Genau mit diesem 1,0 Spangle Hellblau stellte ich das beste Gegengeschlecht. Dies hat mich weiter bestärkt, mit meinen Spangle auf dem richtigen Weg zu sein. Heute lege ich bei der Verpaarung großen Wert auf gute Zeichnung und Säumung. Auch die Kehltupfen lasse ich nicht außer acht. Hierbei achte ich auf die beidseitig halbmondförmig gezeichneten Kehltupfen. Dazu verwende ich sehr stark melanisierte Vögel.

 

Für die neue Zuchtsaison plane ich diesen 1,0 Spangle Hellblau mit seiner Mutter (0,1 Spangle Dunkelblau) zu verpaaren. Natürlich hoffe ich dann auf Spangle mit Doppelfaktor, welche ich für die Zucht weiterverwenden möchte. Doppelfaktorige sowie nicht standardisierte Spangle kann man selbstverständlich nur auf der Spangle-Schau ausstellen. Hier kann dann auch ein direkter Vergleich zwischen solchen Vögeln vorgenommen werden. Vielleicht gibt es eines Tages die Möglichkeit, die noch nicht standardisierten Zimtopaline und Doppelfaktorigen mit auf den großen Schauen auszustellen. Hier wird im Spangle Club eifrig daran gearbeitet.

 

Dies ist aus meiner Sicht ein Vorteil dieser Interessengemeinschaft, ebenso Fachdiskussionen wie in Kassel, Fachvorträge über die Federstruktur wie in Krefeld und gleichfalls das Zusammentreffen und der Gedankenaustausch mit Gleichgesinnten. Für jeden Züchter ist das sicherlich ein Vorteil bei der Zucht dieses Farbschlages. An dieser Stelle kann ich zur Mitarbeit in dieser Interessengemeinschaft nur raten. Die Früchte werden nicht ausbleiben. Zur Zeit befinden sich in meinem Besitz ca. 40 Spangle in Normal, Zimt, Zimtopalin, Opalin und Doppelfaktorige. Ich verpaare meist als Partner einen Normalvogel, Zimt oder Opalin. Hierbei mag ich besonders die Dunkelfarben.

 

Mit diesem Bericht hoffe ich, einige andere Spanglezüchter ermuntert zu haben, auch in unserer Interessengemeinschaft mitzumachen und vor allen Dingen auch Spangle auf unserer alljährlich stattfindenden Spanglespezialschau auszustellen.

 

 

Verfasser:

Marc Phillipps (AZ 26543